Dieses Wochenende konnte ich wieder mal 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen. Zu einem sind wir nach Berlin gefahren, um Freunde (Julie & Felix) zu treffen und da tolle Schwangerschaftsfotos zu machen und zum anderen hatte ich den Termin natürlich so gelegt, dass an dem Wochenende rein zufällig der BIG 25 Berlin statt fand. Also hieß es Postives mit Positivem verknüpfen.
Am Sonntag früh klingelte gegen 7 Uhr der Wecker und lies den Tag entspannt beginnen. Wir frühstückten gemeinsam und begaben uns dann ganz gemütlich zur S-Bahn und fuhren in Richting Olympiastadion. Als wir an der Haltestelle Westkreuz umstiegen füllte sich der Bahnhof langsam mit einigen Läufern, die unschwer an ihrer Kleidung und Laufschuhen zu erkennen waren. Hier konnte man schon feststellen, dass heute einiges lossein sollte. Angekommen auf dem Olympischen Platz, unweit vom Stadion entfernt, lief ich mich erstmal etwas warm. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt ein ungewohnt gutes Gefühl und war überhaupt nicht angespannt. Mein Ziel für diesen Lauf, war ihn einfach zu genießen, die tolle Atmosphäre aufzusaugen und zeitlich nach ca. 50 bis 52 min im Olympiastadion zu sein. Zeit also egal, schließlich bin ich ja auch erst am Donnerstag zügig gelaufen.
Zehn vor zehn begab ich mich in den Startblock für die 10k-Läufer, welcher schon ordentlich gefüllt war. Felix gab mir noch auf den Weg, eine Zeit unter 50 min sehen zu wollen, allerdings dachte ich in dem Moment nicht daran, sondern besonn mich auf meine eigene Vorgabe. Ich stand im Bereich B4 zwar ganz vorn, aber irgendwie doch ziemlich weit weg von der Startlinie. Da ich mich spät angemeldet hatte, stand auf meiner Startnummer kein Zielzeitenbereich und da ich keinen behindern wollte, drängelte ich mich auch nicht weiter vor. Ich wußt ja nicht wieviel B4 bedeutete. Egal!
Meine kleine Familie, Julie und Felix standen gleich kurz nach dem Start und Felix machte mit meiner Kamera und Tele ordentlich Fotos. Dann fiel der Startschuss und ich brauchte eine gute Minute um die Startlinie zu passieren. In diesem Moment merkte ich dann das ich zu weit hinten stand, denn ich lief nicht schnell und überholt trotzdem eine ganze Menge Läufer die deutlich langsamer waren. Nach gut einem Kilometer hatte sich das Feld vor rund 10.000 Läufern ganz gut verteilt und ich ließ es einfach laufen. Die ersten 4 Kilometer vergingen wie im Flug, wobei mir das Gefälle zu Gute kam. Dann bogen wir nach rechts ab und die 25 Km-Läufer liefen gerade aus weiter und nun merkte man deutlich das gute 2/3 des Teilnehmerfeldes am Hauptlauf, den 25 km, teilnahmen. Die Strecke war nun frei und es lief einfach herrlich. Die 5-km-Marke durchlief ich bei etwa 24:00, was mein gutes Gefühl bestätigte. Der Puls war zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal über die 180 gegangen, was sonst immer der Fall war. Ich lief weiter und dachte kurz an eine Zeit unter 50 min, allerdings hatte ich auch im Hinterkopf, dass wir das was wir runtergelaufen sind ja auch wieder hoch müssen. Im nächsten Moment ging es auch schon etwas berghoch, aber ich konnte das Tempo trotzdem ganz gut halten und lief bis zur 8-km-Marke einen Vorsprung von 1:30 min für die 50 min Zielzeit heraus. Die Beine fühlten sich super an und der Puls war auch Klasse, wenn ich jetzt also das Tempo halte, schaffe ich genau die gleiche Zeit wie beim Citylauf in Dresden (48:30). Das Olympiastadion war schon zu sehen, aber irgendwie konnte das mit den Kilometern nicht hinhauen. Ich sah auf die Schilder und dachte mir, es muss mindestens noch 1 Kilometer sein oder wollen die, dass man mehre Runden im Stadion läuft? Natürlich nicht und dafür gings es dann am Stadion vorbei und man bog weiter hinten durch eine Unterführung auf die Tartanbahn ein. Ich sah auf die Uhr und zog das Tempo nochmal kräftig an und lief noch an 5 Läufern im Endspurt vorbei. Das war ein geiles Gefühl, auch wenn die anderen wahrscheinlich dachten, was will denn dieser blöde Hobbysportler hier noch rausholen. Mir war das alles egal, denn ich lief bei 49:08 über die Ziellinie und ich wußte das ich, abzüglich der mindestens einen Minute, eine neue Nettobestzeit gelaufen war. Das war ein Lauf, wie er mir gern wieder mal passieren kann. Völlig entspannt, voller Genuss und am Ende mit Bestzeit. Wow!
Hier noch ein paar Bilder die Felix, der sich mal ausnahmsweise in fremden Gefilden (Sportfotografie) bewegte, gemacht hat. DANKE!!!
- WK | Distanz: 10 km | Pace: 4:48/km | Zeit: 0:48:00








12. Mai 2009 um 07:31 Uhr
Na dann mal herzlichsten Glückwunsch. Bist ja eine klasse Zeit gelaufen. Da hat sich Berlin richtig gelohnt für dich.
12. Mai 2009 um 08:36 Uhr
Berlin ist immer eine Reise wert
. Und dazu noch Bestzeit… Glückwunsch! Das waren wirklich nicht allzu viele Läufer, die rechts abbogen auf die 10 Km-Strecke. Aber dafür war dann schön Platz.
12. Mai 2009 um 13:57 Uhr
Hab mich entschieden: Nächstes Jahr bin ich dabei. Scheint wirklich klasse zu sein. Ach ja: Ich gratuliere zur neuen persönlichen Bestzeit.
12. Mai 2009 um 19:33 Uhr
Starke Bilder. Ein guter Fotograf lohnt sich.
Dir noch einmal Gratulation zur (Netto)Bestzeit!
12. Mai 2009 um 20:00 Uhr
Hi Daniel,
Gratulation zur neuen Bestzeit, Berlin ist mit der superschnellen Strecke dafür immer gut. Und nächstes Jahr schaffst du die 25km
Das sollte Motivation für den HM imHerbst sein.
viele Grüße
Reiner
13. Mai 2009 um 19:13 Uhr
Hei Daniel, herzlichen Glückwunsch zum tollen Lauf und die Fotos sind auch spitze. Du siehst während dem Laufen ja richtig locker aus, so wirst du noch manche Bestzeit erzielen.
16. Mai 2009 um 19:18 Uhr
wer ich auch mal schaffen! Freu mich schon drauf. Ich blutiger einsteiger trainiere!!! rock n roll