Monatsrückblick Mai 2009 Außer Gefecht!
Jun 05

Etwas verspätet, aber nicht vergessen, möchte ich nun noch von meinen langen Lauf am Sonntag berichten. Im Trainingsplan standen die nackten Infos, LongJog 24 km, Pace 6:02 min/km, Puls 142–149, 2:24 h und ich hab mir am Freitag schon Gedanken gemacht, wohin die “Reise” gehen soll. Auf der Hausstrecke (Runde ca. 6 km) im Kreis zu laufen, wäre meiner Meinung nach absolute Zeitverschwendung und die lange Weile wäre auch vorprogrammiert. Zufällig rief an dem Tag meine Mutter an und fragte ob wir Sonntag mal wieder zum Essen kommen. Wir überlegten beide kurz, ob zum Mittag oder zum Abendbrot. Wobei ich mich dann schnell für abends entschied und ihr gleich mittteilte, dass ich zu Fuss komme.

Am Samstag hab ich dann nochmal recherchiert, welche Streckenabschnitte am besten sind, ohne groß auf der Straße laufen zu müssen. Die Route stand und auch mit den geplanten 24 km sollte es prima klappen.

Gegen 15.30 Uhr machte ich mich auf den Weg. Ich lief zunächst ein Stück auf der Hausstrecke und bog dann Richtung Weißig ab. Dabei ich überquerte ich die B6, passierte den Ort und war relativ zügig in Ullersdorf, wo der erste längere Waldabschnitt, die Dresdner Heide, auf sich warten ließ. Hier war der Boden ziemlich weich und aufgewühlt. Das kam mir etwas komisch vor, doch auf dem nächsten Hinweisschild stand des Rätsels Lösung, denn ich befand mich direkt auf dem Reitpfad.

Nachdem ich den Pfad verließ und auf einem normalen Wanderweg weiterlief, sucht ich nach dem kleinen rechteckigem Symbol mit dem roten waagerechten Balken auf weißer Fläche. Der Weg mit besagter Kennzeichnung soll eigentlich von Ullerdorf über Langebrück bis nach Hermsdorf führen, was genau mein Ziel war. Ich lief weiter und hoffte insgeheim nicht da raus zukommen, wo ich vermutete (siehe Karte).

Karte1-300x226 in Dresden-Gönnsdorf > Ottendorf Okrilla

Es kam natürlich, wie es mußte und ich landete genau dort, wo es auf der Straße weiter nach Langebrück ging. Mist! Egal, dachte ich mir und schaute mich kurz um, ob vielleicht nicht doch noch ein Weg abseits der Straße die Tour nach Langebrück ermöglichte. Und siehe da, ein Wanderweg mit einem grünen statt rotem Balken begann genau an dieser Kreuzung. Ich zweifelte kurz und lief dann doch den “neuen” Wanderweg, welcher mich tatsächlich nach Langebrück brachte. Einige Abschnitte waren dabei eher kleine schmale Pfade und ich kam mir teilweise vor, als würde ich querfeldeinlaufen, was ich als durchaus postiv empfand.

In Langebrück angekommen fand ich nun endlich auch das Symbol des Wanderwegs mit dem roten Balken und folgte diesem über Grünberg bis nach Hermsdorf. Dabei lief ich fast ausschließlich durch den Wald und nur ganz kurze Abschnitte auf der Straße. In Hermsdorf wollte ich eigentlich noch den Park mit anliegendem Schloß passieren, hielt mich allerdings zu weit reichts und lief leider daran vorbei. Hier angekommen schaut ich auch das erste Mal auf den Kilometerstand (ca. 19 km) und entschied mich dann nicht den direkten Weg nach Ottendorf-Okrilla zu wählen, sondern noch einen kleinen Abstecher über Medingen zu laufen. Und der hatte es erstmal in sich, denn es ging kurz nach dem Haltepunkt Hermdorf ordentlich steil den Berg hinauf. Oben angekommen reduzierte ich zunächst mein Tempo um den Puls wieder runter zubekommen. Das gelang auch ziemlich schnell und ich konnte den weiteren Verlauf der Strecke genießen. Ich unterlief erst die A4, um dann nach Medingen und dort über den alten Sportplatz zu laufen. Da kamen dann auch einige Erinnerungen an alte Fußballzeiten hoch. Ich schaute mir kurz das Gelände an und stellte fest, dass sich nicht besonders viel verändert hat, obwohl der Verein mittlerweile aufgelößt wurde. Schade eigentlich, denn die Duelle mit dem Ortsnachbarn waren eigentlich immer die spannendsten.

Nach einem kurzen Telefonat setzte ich meine Tour fort und kam nach weiteren 10 min in Ottendorf-Okrilla bei meinen Eltern an. Ich habe auch Fotos gemacht, allerdings nur mit meinem Handy (Danke an Torsten für den Tipp!). Die Qualität ist natürlich nicht ganz so prickelnd. Icon Wink in Dresden-Gönnsdorf > Ottendorf Okrilla Vielleicht leg ich mir irgendwann mal einen kleinen handlichen “Knipskasten” für solche Touren zu.

Alles in allem war es eine sehr schöne Tour mit tollem Wetter auf einer angenehmen Strecke. Nach meiner Ankunft begann es übrigens schlagartig wie aus Eimern zu regnen. Puh Glück gehabt. Icon Biggrin in Dresden-Gönnsdorf > Ottendorf Okrilla

  • LJ | Distanz: 24,3 km | Pace 6:15 min/km | Zeit: 2:32:04

3 Kommentare to “Dresden-Gönnsdorf > Ottendorf Okrilla”

  1. TorstenNo Gravatar sagt:

    Schicke Tour die du gemacht hast. Es beruhigt mich immer wieder, dass ich nicht der einzige bin der mit den Beschilderung der Wanderwege Probleme hat.
    Die Bilder sind doch gar nicht so schlecht, Qualität finde ich klasse.

  2. EvaNo Gravatar sagt:

    Wie unterschiedlich doch die schöne Natur ist! :-) Bei uns is nur platt, Felder, Seen, ein großer Fluß. Schöne Tour, Daniel!. :-)

  3. HannesNo Gravatar sagt:

    Danke für die schönen Eindrücke von der Tour. Ich finde es super. Wenn man sich überlegt, zu so einem Essen einfach zu laufen, also die langen Läufe sinnvoll in den Alltag einzuplanen, ist alles richtig :)

    Auch wenn man dann nicht immer die Wege findet, die man finden wollte ;)

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