Nachdem ich zu Hause einige Pflichten (Rasen mähen, Wäsche waschen, bissl Aufräumen) erledigt hatte, wollte ich mir noch fix ein paar Kopfhörer fürs Ipod gönnen, da meine alten leider den Geist aufgegeben haben. Weil ich bei solchen “Stöpseln” nicht allzu großen Wert auf Qualität lege, klickte ich mich schnell durch die Seite von Cyberport und entschied mich dann dort ein günstiges Modell von Sennheiser zu erwerben. Cyberport ist etwa 9 km von zu Hause entfernt, das Wetter war prächtig, also Auto stehen lassen und rauf aufs Rennrad. Hinzu’ geht es eigentlich nur bergab und so war ich relativ schnell da. Nach meinem Einkauf hab ich mich kurz für eine Streckenänderung entschieden und fuhr in Richtung Radeberg. Da ich die Strecke von Aufofahren her kenne, dachte ich an eine gemütlich Runde. Das es doch ziemlich berghoch geht, merkt man erst wenn man auf dem Rad sitzt. Ich überlegte zwischenzeitlich einfach quer durch die Dresdner Heide abzukürzen, aber Waldwege sind mit dem Rennrad auch nicht wirklich prickelnd zu befahren. Als mir die Idee zum Abkürzen kam, gings es glücklicherweise wieder etwas bergab und der Gedanke verflog im kühlen Fahrtwind. Ziemlich zügig passierte ich Radeberg und Ullerdorf und schon war ich wieder in heimatnahen Gefilden. Der letzte Anstieg von Weißig nach Gönnsdorf war dann keine große Herausforderung mehr und nach insgesamt 31,5 km kam ich mit eine 25,7er Schnitt glücklich zu Hause an.
Der Blick in den Trainingsplan deutete auf einen LJ 17 km bei ruhigen Tempo hin. Nun hatte ich ja gerade erst die Radkilometer in den Beinen und dachte mir, dass Laufen jetzt nicht sein muss. Ich entschied mich abends die Runde zu drehen und dann einfach zu schauen wie weit ich komme. Gesagt getan. Gegen 19 Uhr startete ich meine geplante Laufeinheit Richtung Dresdner Heide und war schon nach wenigen Kilometern ziemlich überrascht, wie gut es lief. Also ging es auf zum vollen Programm von 17 km. Das Tempo war trotz hoher Temperaturen recht ordentlich und auch weit unter Vorgabe. Am Ende stand ein Schnitt von 5:32 min, was mich recht zuversichtlich für den zweiten HM im Oktober stimmt. Da ich noch nicht ganz zu Hause war, lief ich den restlichen Kilometer langsam aus und versuchte allmählich meinen Puls zu drosseln, was mir auch gut gelang. Dafür das ich mir eingebildet habe mich in einem Sommerloch zu befinden, ein Klasse Lauf.
Sonntag hab ich mich zur Abwechslung mal in einer anderen Sportart versucht. Ich fuhr zum Knappensee und wollte mal sehen, ob ich das Windsurfen auch so hinbekomme, wie meine bessere Hälfte. Nach anfänglichen Schwierigkeiten schaffte ich auch einige Meter und war ziemlich schnell auf dem See draußen. Im Anschluß wollte ich mich natürlich auf den Rückweg machen, was mir allerdings nicht wirklich gelang.
Ich fuhr hin und her und kam einfach nicht mehr in unsere Bucht zurück. Ich versuchte es eine gefühlte Stunde bis mir ein erfahrener Surfer mit einem Brett ohne Segel entgegengepaddelt kam und mit mir tauschte.
Ich ruderte zurück an Land und er mußte sich nun mit dem immer wieder drehenden Wind , wie er hinterher sagte, rumärgern. Es gelang ihm natürlich und er fuhr ganz entspannt wieder in unsere Buchten. Eine ziemlich peinliche Aktion. Irgendwie muss ich das mit der Richtung auch noch hinbekommen.
Auf jeden Fall hat es Spaß gemacht und war durch das ständige aus dem Wasser krabbeln und Segel heben, wesentlich anstrengender als der geplante 13K Lauf im D1 Tempo, der deswegen im Anschluss ausfiel.








10. August 2009 um 15:14 Uhr
Da ging ja bei dir ordentlich was aus sportlicher Sicht. Habe irgendwo gelesen das man sich gerade während der Wettkampfvorbereitung an die Tempovorgaben halten sollte
10. August 2009 um 20:14 Uhr
Ich hoffe dein Muskelkater hat sich in Grenzen gehalten!
11. August 2009 um 07:22 Uhr
UIjuijui, also, dafür, daß ich dachte, Du machst Babypause, geht es bei Dir aber sportlich rund, hm?
Freut mich aber zu lesen und von einem Sommerloch kann bei der Einheit wirklich keine Rede sein. Respekt!
Windsurfen ist ja mal geil! *hibbel* Brauchst Dich nicht genieren: Du hast Dich getraut und das zählt! Und beim nächsten oder übernächsten Mal kommst Du auch wieder selbst ans Ufer.