GPS-RaceMap (Demo) Lange nix geschrieben …
Okt 20

Wie schon berichtet liefen die letzten Wochen der Vorbereitung eher schlecht als recht. Ich quälte mich erst mit einem Infekt und danach mit einer Erkältung rum und überlegte den Start eventuell abzusagen. Auf der anderen Seite stand ja noch meine Zeit vom Frühjahr und die wollte ich schon gern noch dieses Jahr unter die magische Grenze von 2 Stunden drücken. Das Wetter wollte zunächst auch nicht auf unserer Seite sein, denn Mitte der Woche schneite es sogar so sehr, dass Max im Garten 2 Schneemänner bauen konnte. Ungelogen, es lagen ca. 10 cm Schnee.

Die Spannung stieg und so war ich doch schon 4 min vor dem Weckerklingeln (6:45 Uhr) munter. Scheinbar doch etwas Nervosität!? Wer weiß? Auf jeden lief alles ähnlich ab, wie bei der HM-Premiere. Ich ging ins Bad und stellte mich erstmal auf die Waage. Obligatorisches Wiegen Icon Wink in Bericht Halbmarathon beim Dresden Marathon (Update Bilder) Bei 90,3 kg blieb die Anzeige stehen. Prima! Letztes Jahr zur Wettkampf-Premiere, also genau vor einem Jahr, stand da noch eine 100,2 kg. Anschließend folgte das allgemeine Morgenprozedere, Frühstück, Sachen packen und die zurechtgelegten Sachen überstreifen. Diesmal hab ich mich beim Bekleiden auf den Ratschlag von Christian verlassen und lag damit genau richtig. Danke dafür nochmal an dieser Stelle. Gegen 8:30 Uhr fuhr ich los, um mich pünktlich 9 Uhr mit Lars am Parkplatz zu treffen. Danach liefen wir in Richtung Start und warteten noch auf Jens, der etwas später dazu kam.

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Wir liefen uns vorm Startbereich ein und begaben uns in die Blöcke. Die beiden hatten B und ich sollte eigentlich im C-Block stehen. Lars meinte dann, dass ich doch einfach mit vorkommen sollte und so stand ich sogar nicht weit von der Startlinie entfernt am Anfang des B-Blocks. Ich drehe mich um und sah neben mir 2 weitere Läufer mit dem C auf der Startnummer. Okay, dann bin ich wenigstens nicht der Einzige.Daniel 02-259x300 in Bericht Halbmarathon beim Dresden Marathon (Update Bilder)

Es ist 10 Uhr und auf einmal bewegt sich das Feld. Den Startschuss hab ich irgendwie nicht gehört, egal, denn es geht los. Nach ca. 30 sec überqueren wir gemeinsam die Startlinie und ich starte meinen Forerunner. Auf gehts! Die Menge, immerhin über 7000 Läufer, bewegt sich recht zügig und zieht sich überraschend schnell auseinander. Ich lauf die ersten Kilometer mit Lars zusammen und es läuft erstaunlich gut. Zwischendurch schaue ich auf die Uhr und sehe was ich schon vom Gefühl her ahnte. Puls schon ziemlich hoch und ich lauf schon wieder viel zu schnell (ersten 4 km | 4:54 | 4:33 | 4:32 | 4:36). Der hohe Puls kommt sicher noch von der Erkältung und so entschied ich mich ab da Lars laufen zu lassen und das Tempo rauszunehmen. Die folgenden Kilometer lief es richtig gut und ich fühlte mich prima. Am ersten Versorgungsstand nahm ich einen Schluck Wasser und lies es weiter laufen. Der Forerunner zeigt einen 5er Schnitt an (5 bis 10 km | 4:52 | 5:04 | 5:03 | 4:59 | 5:02 | 4:56). Eigentlich immernoch zu schnell, aber ich lies es laufen ohne aufs Tempo zu drücken. Nach etwa 48:30 min (PB liegt bei 48:00) passierte ich die 10K Marke. In diesem Moment mußte ich an einen Post von Reiner denken, als er schrieb das die Psyche eine entscheidende Rolle spielt, wenn man ein bestimmtes Tempo halten will. Da es langsam hart wurde, habe ich versucht an positive Dinge zu denken. Ich hab sogar in mich rein Selbstgespräche geführt (Daniel … das läuft, aber übertreibs nicht … bleib locker … usw.). Da half auch bis zum ominösen Kilometer 15. Ab da war auf einmal Schluss. Ich konnt nicht mehr laufen und mußte bei km17 auch kurz stehen bleiben (11 bis 17 km | 5:06 | 5:05 | 5:00 | 5:23 | 6:02 | 6:57 | 7:30). Dabei ging mein Puls schlag artig runter auf 140 und ich begann langsam wieder zu laufen. In diesem Moment begann ich zu kämpfen, denn die Sub2 waren ja immernoch realistisch. Ich biss auf die Zähne und irgendwie lief es auf einmal auch wieder (18 bis 21 km | 5:35 | 5:34 | 5:53 | 5:34 | 1:00). Der letzte kleine Anstieg über die Augustusbrücke tat nochmal etwas weh und dann gings wieder etwas flotter in Richtung Ziel, wo ich nach 1:53:17 über die Linie lief. Diesmal war ich nicht enttäuscht, auch wenn vielleicht noch mehr drin gewesen wäre. Meine Bestzeit konnte ich dabei um gute 10 min nach unten korrigieren. Auch Lars lief Bestzeit, allerdings in einer anderen Liga, denn bei ihm stoppte die Uhr schon bei 1:38:16. Zufrieden tranken wir noch ein Erdinger Alkoholfrei und nahmen etwas Obst zu uns. Ich weiß jetzt, das definitiv noch mehr drin ist und werde weiter dran bleiben. Das nächste Ziel steht, nämlich die die Sub1:50.

Daniel 07-150x150 in Bericht Halbmarathon beim Dresden Marathon (Update Bilder)

Das GPS-RaceMap macht auch Fortschritte und ist mit unseren Daten verfügbar. Man sieht schön, ab wann ich eingebrochen und wann ich kurz zum stehen kam. Interssante Spielerei, die euch vielleicht auch gefällt.

GPS-RaceMap Dresden Halbmarathon

11 Kommentare to “Bericht Halbmarathon beim Dresden Marathon (Update Bilder)”

  1. JensNo Gravatar sagt:

    Wow, Glückwunsch zur tollen Zeit! Da hast du deine alte Zeit ja regelrecht pulverisiert. Die Sub 1:50 sollten beim nächsten mal sicherlich drin sein. Wie war denn deine VIC-Prognose?

    Und GPS-RaceMap ist absolut genial! Ich bin schon gespannt, was ihr daraus noch macht.

    Viele Grüße,
    Jens

  2. DanielNo Gravatar sagt:

    @Jens
    Die VIC-Prognose lag bei 1:42:09, aber das war mir schon vorher klar, dass die nur schwer zu realisieren gewesen wäre. Da hätte wohl alles (Vorbereitung, Wetter, Psyche) optimal laufen müssen.

  3. gpwayNo Gravatar sagt:

    Glückwunsch zur PB, das nächste Mal schnappst du dir die 1:50h.
    Erhol dich gut- LG

  4. MarekNo Gravatar sagt:

    Persönliche Bestzeit- was will man mehr? So wie ich das sehe, ist da noch viel Luft nach unten (also zeitmäßig). Ohne den Einbruch wären es sicher 01:45 geworden. Bleib dran und erhol dich gut!

  5. EvchenNo Gravatar sagt:

    Lieber Daniel, herzlichen Glückwunsch! :-) Weiß Du, was mich an dem Lauf am meisten beeindruckt? Du konntest nicht mehr, wurdest langsamer und bist sogar STEHEN geblieben! Und dann rappelst Du Dich nochmal auf und machst Deine PB. Du hast meinen tiefempfundenen Respekt. Das hätte ich nicht gekonnt!

  6. GerdNo Gravatar sagt:

    Erst mal Glückwunsch! Bestzeit um 10 Minuten verbessert ist Klasse!
    Und Du hast ja noch weitere Ziele. ;-)
    Die Sub 1:50 kann kommen.

  7. HannesNo Gravatar sagt:

    Glückwunsch zur neuen Bestzeit! Die hast du wirklich pulverisiert.

    Aber mal ehrlich, bei der Renneinteilung … damit hätte man nun wirklich auch so schon die 1:50 knacken können, oder? Alleine der Schritt in den Startblock-B war schon ein Fehler, danach noch mit einem 1:40er-Läufer mitgehen … nene. Das Ergebnis hast du ja selbst gesehen und die Tatsache, dass du selbst so noch deutlich Bestzeit läufst, zeigt dir, wie viel drin gewesen wäre.

  8. HugoNo Gravatar sagt:

    Gratulation zur neuen Bestzeit :-)
    Und beim nächsten mal wirst du die 1:50 ganz bestimmt knacken.

  9. MarcoNo Gravatar sagt:

    Glückwunsch …
    solch keine Einbrüche gibts, aber wenn die Psyche mitspielt, kann man trotzdem noch eine Bestzeit schaffen …Stell dir deine Zeit vor ohne diesen Einbruch .. :-)

  10. Reiner MehlhornNo Gravatar sagt:

    Hallo Daniel,

    Glückwunsch zur Persönlichen Bestzeit. Dein Start war wirklich zu schnell, das hast du ja rechtzeitig gemerkt. Die Erfahrung wirst du irgendwann auch haben und dich vom Umfeld am Start nicht verrückt machen lassen. Ziel sollte immer sein die zweite Hälfte schneller als die erste zu laufen. Das kriegst du nur hin wenn du dann auch Reserven mobilisieren kannst. Aber das wird schon ;-) . Ach ja noch was, lass im Wettkampf den Pulsmesser weg. Lass dich nicht von der Uhr verrückt machen, an dem Tag ist durch die Aufregung dein Puls eh ein ganz anderer als an “normalen” Tagen. Wenn dir unterwegs dann noch klar wird, das du nicht in den geplanten Bereichen läufst, setzt du dich unnötig unter Druck. Schau Dir mal die RICHTIG guten Läufer an. Hat schon mal jemand die Kenianer ständig auf die Pulsuhr schielen sehen?
    Lauf nach deinem Gefühl, dazu muss man dieses natürlich erstmal haben. Das heisst also: Auch im Training öfter mal ohne Pulser laufen und ein Gespür für die Relation Gechwindigkeit/Herzfrequenz bekommen.
    Du bist auf gutem Weg, jetzt mach Laufpause (die hats du dir verdient) und fang im Winter wieder mit denm Training an. Dann klappts auch mit dem Marathon ;-)

    viele Grüße, Reiner

  11. MarcoNo Gravatar sagt:

    Hallo Daniel,
    Schonmal merken:
    http://www.soulrunner.de

    Ich habe den Server und Anbieter gewechselt. Alles Neu und Alles besser.
    Demnächst unter dieser Adresse.
    Lass dich überraschen.

    Lg und schönes WE
    Marco

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