Am Sonntag war es wieder soweit und der erste Wettkampf dieses Jahr stand an. Primär hatte ich mich Anfang des Jahres für den Citylauf angemeldet, um die im Oktober aufgestellte Zeit zu bestätigen. Aufgrund der schwachen Vorbereitung und dem immer wieder durch Erkältungen unterbrochenen Training standen die Vorzeichen eher schlecht. Wie schon im vorhergehenden Post beschrieben, wollte ich diesmal versuchen taktisch etwas cleverer zu laufen. Da ich ein Freund von Zahlenspielereien bin, legte ich mir ganz grob 5K-Zwischenzeiten für einen negativen Split zurecht und stellt beim FR305 die automatische Rundenzeit auf eben diese 5K. Um noch unter 2h zu bleiben, nahm ich mir vor den ersten Abschnitt mit 28 min zu beginnen und dann jede weitere Runde um 30 Sek., also 27:30 min, 27 min und 26:30, schneller zu werden. Soviel zur Theorie
Pünktlich 5 vor 12
begab ich mich zum Start. Wo der sich dann genau befand, war irgendwie schlecht zu erkennen. Und genauso kurios gings dann auch los. Auf die Plätz, Peng! Mir fehlte irgendwie das “Fertig”. Egal! Da ich nicht genau wußte, wo nun eigentlich die Startlinie war, drückte ich die Starttase des FR305 einfach kurz nach dem Startschuss.
Auf gings zur ersten Runde. Beim Blick auf die Uhr merkte ich schon, dass ich meilenweit von meinem Vorsatz entfernt war. Die ersten beiden Kilometer lief ich deutlich unter 5 min/km und nach dem ersten 5K-Abschnitt standen statt 28 min viel zu schnelle 25:27 min auf der Uhr. Dennoch wollte ich an meinem Plan festhalten und versuchte mich zu bremsen, um gleichmäßiger zu laufen. Dabei ließ ich einige passieren, die ich später nochmal wiedersehen sollte. Es gelang mir sogar mich tempomäßig wirklich nur auf mich zu konzentrieren. Der zweite Abschnitt stand an und ich war auf meine Zeit gespannt. Piieeeeep … 27:00 min. Super! Kurzes Lächeln mit innerer Zufriedenheit und weiter gings. Als ich dann wieder Richtung Ostragehege unterwegs war, dacht ich kurz “Eigentlich müßte es jetzt nur noch Regen geben” und lief weiter den dritten Abschnitt. Bei KM14 war es dann soweit. Als hätte man mich gehört oder meine Gedanken gelesen fing es doch tatsächlich an mit regnen. Wieder zauberte es mir ein Lächeln ins Gesicht und als dann noch die nächste Zwischenzeit, mit 26:29 min, kam konnte ich glücklicher nicht sein. Dreiviertel des Rennens waren um und es lief einfach Klasse. Ich mußte mich allerdings wieder etwas bremsen, um nicht zu überdrehen. Es ging in die letzte von 3 Ostragehege-Runden und ich versucht das Tempo gleichmäßig zu halten, konnte allerdings zum vorangegangen Abschnitt keine Schippe mehr drauflegen. Den 4 Abschnitt passierte ich in 26:38 min und nun begann der Endspurt. Die letzten 1,1 km lief ich trotz des Anstiegs an der Synagoge nochmal mit den letzten mobilisierten Reserven in 5:16min/km und erreichte nach 1:51:57 min überglücklich und mit einem breiten Grinsen das Ziel.
Fazit
Auch wenn mir ein negativer Split nicht gelungen ist, bin ich mit dem Rennverlauf sehr zufrieden. Ich bin das erste mal auf der HM-Distanz nicht eingebrochen und konnte dabei sogar zum dritten Mal eine persönliche Bestzeit aufstellen. Noch viel wichtiger ist allerdings, dass es diesmal richtig Spaß gemacht hat. Ich hatte zu jeder Zeit den Lauf im Griff und konnte so laufen wie ich wollte. Es geht eben nix über eine sinnvolle Renneinteilung






22. März 2010 um 16:56 Uhr
hallo daniel,
na siehste, es kann auch bei nicht optimaler vorbereitung eine gute zeit rauskommen. deshalb war es auch richtig vorher eine strategie fest zulegen
und die dann auch umzusetzen. jetzt machst du ein bissel tapering und dann knackst du auch die sub1:50 in 5 wochen beim oem
reiner
22. März 2010 um 19:29 Uhr
Daniel – Glückwunsch zum gelungenen Halbmarathon! Schön ist von der zumindest größtenteils gelungenen Taktik zu hören. (Ich sage jetzt lieber nicht, dass ohne den schnellen Start vielleicht 1:49:59 drin gewesen wäre ;P) – Aber so oder so hast du einen tollen Lauf gemacht und kannst mit dir zufrieden sein!
22. März 2010 um 19:39 Uhr
Hey Daniel,
so ist es doch am schönsten wenn du dich wohl gefühlt hast und nich eingebrochen bist und wie schon Reiner sagt, knachst du beom OEM die sub1:50h. LG Ulf
22. März 2010 um 21:05 Uhr
Glückwunsch auch von mir. Ich glaube die wenigsten von uns bekommen es hin, die ersten 5km nicht zu schnell loszulaufen
Aber der Rest hat ja bestens geklappt trotz suboptimaler Vorbereitung. So kann es weitergehen!
23. März 2010 um 10:38 Uhr
Gratulation
Denke, der nächste Wettbewerb wird für dich noch besser laufen, wenn du nicht mehr kränkelst
25. März 2010 um 21:15 Uhr
Das hast du super gemacht ! Gratulation zu deiner neuen Bestzeit !