Wer Familie hat, das Wochenende effektiv nutzen will und dennoch nicht auf den langen Lauf am Sonntag verzichten will, muss zeitig aufstehen. Im Optimalfall vereinbart man noch vorher einen Termin mit dem besten Freund, sodass der ISH nicht mehr als Ausrede gilt. Gesagt getan! Treff 6:30 Uhr bei Lars vor der Haustür. Freunde enttäuscht man nicht, also gilts pünktlich zu sein und absagen geht gar nicht. Während ich den Termin mit dieser Uhrzeit vorschlug, sagt Lars nur kurz “und denk dran, es ist Zeitumstellung”. In dem Moment ignorierte ich die Aussage noch, doch beim späteren drüber Nachdenken (Uhr eine Stunde vorstellen > eine Stunde weniger Schlaf) wurde mir klar, dass ich nach alter Zeit um 5 Uhr spätestens mit dem Auto losfahren müßte.
Der Wecker klingelte 5:30 Uhr (Sommerzeit) das erste Mal und wurde dann 2x ignoriert (blöde Sleep-Funktion). 10 vor 6 kam ich aus dem Bett und schnappte mir meine am Vorabend zurecht gelegeten Laufutensilien und fuhr quer durch die Stadt, so schnell es ging, um dann doch leicht verspätet am Treffpunkt zu sein. Wir starten unsere Tour Richtung Radebeul mit dem Ziel Spitzhaustreppe um ca. 6:45 Uhr. Der erste Streckenabschnitt führte uns an der Straße entlang über die Flügelwegbrücke bis an die Elbe. Ab da liefen wir ein ganzes Stück auf der Wiese elbabwärts bis Altkaditz und bogen anschließend wieder in urbane Gefilde auf die Spitzhausstraße ein. Der Name war nun Programm, denn das Ziel blieb weiterhin das Spitzhaus mit dem Aufstieg über die Spitzhaustreppe. Nach etwas Zick Zack durch die Straßen Radebeuls erreichten wir nach etwa 54 min und 10 Kilometern das Weinbergtor zum Weinberg Goldener Wagen am Fuße der Treppe. Dort machten wir einen kurzen Trinkstopp, um danach die 397 Stufen hinauf zu nehmen. Wir fragten uns noch, ob es möglich wäre die Treppe durchzulaufen ohne ins Gehen zu verfallen. Für mich war die Frage noch vor der Hälfte geklärt, als ich tiefschnaufend und mit brennenden Oberschenkeln vom eh schon langsamen Laufen in Gehen wechseln mußte. Lars lief noch ein Stück weiter und wechselte dann bis hoch zwischen Laufen und Gehen hin und her. Oben wartet ein herrlicher Blick über die Weinhänge und Radebeul in Richtung Elbe auf uns. Wir verdrückten jeweils eine halbe Banane, tranken ordentlich und warteten kurz, um eventuell noch Ulf (gpway), den Treppen-Alleingänger, anzutreffen. Nach etwa 10 min Pause, leider ohne ein Treffen, ging es wieder die Treppe runter und auf der gleichen Strecke entlang der Elbe zurück Richtung Cotta. Mit guten 20 Kilometern in den Beinen erreichten wir Lars Haustür und ein herrlicher frühmorgendlicher Lauf war zu Ende. Unser beider Fazit war die Erkenntnis, dass sich früh aufstehen lohnt und wir die längeren Läufe öfter und regelmäßiger zusammen gestalten sollten.






29. März 2010 um 14:43 Uhr
definitiv eine machbare familienfreundliche Lösung. Unser Großer steht aber auch am Wochenende um 6 auf
aber so nutzt man die Zeit am effektivsten.
29. März 2010 um 14:52 Uhr
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Daniel Richter erwähnt. Daniel Richter sagte: New Blog post: "LongJog am Morgen als familienfreundliche Lösung!?" http://lauflinx.de/ap5 [...]
29. März 2010 um 20:46 Uhr
Verrückt. – Kann man das nicht lieber so legen, dass man am frühen Morgen den Familienkram erledigt?
31. März 2010 um 08:36 Uhr
Den Langen am frühen Morgen habe ich auch öfter praktiziert.
Habe mich auch schon gegen 5 in die S-Bahn gesetzt, bin Richtung Wehlen gefahren und ab da am Elberadweg wieder heimwärts. Es ist schön so mit dem Sonnenaufgang im Rück zu laufen und der Radweg ist noch nicht so überfüllt.
So ein Lauf am frühen Morgen hebt die Stimmung und macht den Tag schöner und die Familie dankt es einem.
LG Gretel
7. April 2010 um 10:25 Uhr
Ja so ist das wenn man Familie hat.
Man kann nicht mehr so einfach mal zum Long Jog losjagen.
Aber die vielen schönen Dinge mit den kleinen werten das alles auf.
Ich laufe zu 90% auch nur ganz früh morgens oder ab 21:00 Uhr Abends.
Die stille und dunkelheit im Wald Abends hat auch was schönes.
LG
Marco