Wie im letzten Post geschrieben waren die Voraussetzungen nicht besonders. Da es sich bis Freitag besserte, war ich guter Dinge. Allerdings gings am Samstag schlagartig wieder bergab. Mit heftigen Kopf- und Ohrenschmerzen und einer verstopften Nase begab ich mich frühzeitig (ca. 20 Uhr) ins Bett, mit der Hoffnung am nächsten Tag sei alles, wie von Wunderhand, verschwunden.
Dem war natürlich nicht so, aber das wollt ich auch nicht wahr haben. In diesem Fall des Übereifers kann ich nur jedem Raten auf seine Frau zu hören, denn die haben in dem Moment den klareren Kopf für die richtige Entscheidung. Das tat ich nicht und stand so mit einer guten Hand voll Lauffreunde pünktlich 9:15 Uhr am Start des Halbmarathons.
Der Startschuss fiel und die Massen setzten sich in Bewegung. Bekanntlich ist die Strecke sehr eng, sodass das Feld sich nur langsam auseinander zog, obwohl das Tempo verhältnismäßig hoch war. Mir wars recht, denn ich wollt ja eh nicht so schnell starten. Die ersten Kilometer liefen noch erstaunlich gut, doch nach dem ersten Verpflegungspunkt bei KM5 merkte ich schon, das es heut sehr anstrengend wird. Zu allem Übel war mein Puls hier schon zu hoch. Bis zur KM10-Marke lief ich weiter ein Tempo um die 5:00 min/km, was auf eine recht gute Zwischenzeit hindeutete. Ab da wars allerdings vorbei. Mein Puls stieg weiter und obwohl ich das Tempo bis über 6 min raus nahm, änderte sich daran nichts. 2 Kilometer später wurde mir kalt und ich begann bei herrlich sonnigen 20 °C zu frieren. Das war wohl die entgültige Rache des Körpers und so entschied ich mich am Blauen Wunder bei KM14 auszusteigen. Ich blieb eine Viertelstunde sitzen, trank ordentlich und fuhr anschließend mit der Straßenbahn in den Zielbereich. Dort sah ich gleich am Stadioneingang Jens, wir quatschten kurz und anschließend macht ich mich auf die Suche nach Katharina und die anderen Lauffreunde, die längst mit tollen Zeiten das Ziel erreicht hatten.
So bleibt auch dieser HM nicht ohne Erfahrung, auch wenn ich mir diese gern erspart hätte …






26. April 2010 um 13:50 Uhr
[...] Wieso und warum ich ihn nicht gesehen habe, wird er auch sicherlich selber erzählen (» schon geschehen). Also auch noch mit ihm kurz gequatscht, nochmal was zu trinken geholt und mir dann meine Portion [...]
26. April 2010 um 13:53 Uhr
Ach Daniel, nochmal an dieser Stelle, hake das Ganze ab und hör demnächst auf deine bessere Hälfte;-)
Die Entscheidung dann auszusteigen war wahrscheinlich sehr weise, damit hast du wahrscheinlich Schlimmeres vermieden!
Erhol dich gut und dann gehts weiter..LG Ulf
26. April 2010 um 14:27 Uhr
Auch wenn es diesmal nicht geklappt hat und es eine Erfahrung war, die Du nicht machen wolltest, Du hast es versucht. Ich finde Deine Entscheidung auszusteigen auch genau richtig.
Beim nächsten mal wird es sicher besser werden.
26. April 2010 um 14:43 Uhr
Respekt vor deiner Entscheidung! Ja – ab und zu sollten wir auch mal auf die Frauen hören
26. April 2010 um 14:56 Uhr
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Daniel Richter erwähnt. Daniel Richter sagte: New Blogpost: Oberelbe Marathon 2010 (HM) – DNF … http://lauflinx.de/v0p [...]
26. April 2010 um 15:00 Uhr
Hi Daniel,
die Entscheidung den Lauf abzubrechen ist immer eine schwere, zeugt aber
von Größe. Lass den Kopf nicht hängen und kurrier die Erkältung richtig aus, es gibt immer ein nächstes mal.
viele grüße
Reiner
26. April 2010 um 16:11 Uhr
Hi Daniel,
nur der, der weiß, dass heute nicht sein Tag ist, hat die Stärke, über seinen Körper zu bestimmen. Ich bin auch einer, der Läufe abgebrochen hat – aber was soll’s?
Wichtig ist, dass Du gesund bleibst und gerade wir Männer neigen ja dazu, mehr Ehrgeiz als Talent zu haben.
Also: alles richtig gemacht an der Oberelbe!
TOM
26. April 2010 um 18:40 Uhr
Hi Daniel,
du schreibst das genau richtig: Die Frauen haben einfach das bessere Gefühl. Die spüren schon wesentlich früher was los ist. Aber es sind gerade diese Erfahrungen als Läufer, die einen noch stärker machen. Das kann man zwar nicht gleich wahrhaben, aber in ein paar Tagen.
Lg
Willi
26. April 2010 um 21:17 Uhr
Den Kopf nicht hängen lassen, abhacken und neue Ziele setzen, dann ist das schnell vergessen.
26. April 2010 um 22:53 Uhr
Hallo Daniel,
auch wenn es bitter ist: solche Erfahrungen muss man machen, um daraus zu lernen. Einen Wettkampf sollte man nur antreten, wenn man 100% fit und gesund ist. Und außerdem sollte man IMMER darauf hören, was die Frau sagt.
Ich wünsche Dir gute Besserung und viel Erfolg beim München Marathon. Da werden wir uns übrigens sehen.
27. April 2010 um 09:23 Uhr
Daniel, Hut ab vor der weisen Entscheidung. Es fällt definitiv schwer, aber wie schon die anderen sagten: Es ist besser so. Lauf-Veranstaltungen gibt es zum Glück wie Sand am Meer – deine Gesundheit nicht!
30. April 2010 um 20:03 Uhr
Aber den Kopf bitte nicht “abhacken” wie Hugo dir rät LOL