Apr 27

Der Tag beginnt mit dem Wecker piepsen gegen 7 Uhr. Anschließend gings kurz unter die Dusche und danach hab ich meine beiden Lieblinge geweckt. Dann gabs noch ein kleines Frühstück, denn ich wollt nur nicht zuviel im Magen haben. Die Lauf-Sachen habe ich gleich angezogen und dann sind wir auch schon zum Treff gefahren, wo meine beiden Mitläufer warteten.

Angekommen in Pirna, stellte sich die erste Frage: Mit oder ohne Weste laufen? Reiner hatte mir empfohlen kurz zu Laufen und lieber am Anfang etwas zu “frieren”. Leider hab ich mich dann doch für die Weste entschieden und drauf meine Startnummer angebracht. Anschließend haben wir uns gemeinsam warmgemacht und sind zum Startbereich gelaufen.

Und dann gings auch schon los. Die ersten Kilometer sind auf dem engen Elberadweg kein Spaß. Man bekommt nicht wirklich seinen eigenen Rhythmus und läßt sich vom Tempo der schnelleren Läufer anstecken. So beging ich eine typischen Anfängerfehler, der sich zum späteren Zeitpunkt rächen sollte. Bei Kilometer 5 schaute ich das erste Mal auf die Uhr und stellte fest das ich mit 22:35 fast 5 min zu schnell war. Allerdings hat ich noch ein gutes Gefühl in den Beinen.

Bei Kilometer 10 lag ich immernoch ziemlich gut in der Zeit, aber langsam machte sich der zu schnelle Start bemerkbar. Dann kam das “Blaue Wunder” langsam näher und ab jetzt kannte ich die Strecke vom “Fahrradfahren auf Arbeit”. Zu dem Zeitpunkt dachte ich noch: “Nun ist es nicht mehr weit, das packst du!” Aber nur 2 km später kam “der Mann mit dem Hammer”. Irgendwie gings nicht. Ich versuchte bewußt langsamer zu laufen, um den Puls wieder etwas runter zu bekommen, aber dies gelang mir nicht. Zu allem Übel überholt mich zu diesem Zeitpunkt noch der Pacemaker für die 2h und ich dachte nur noch irgendwie dran bleiben zu müssen. Dies gelang mir noch ca. 1 km und dann wurde der Abstand größer und ich mußte ihn schließlich ziehen lassen. Ich sah förmlich mein Ziel Sub2 davonlaufen und war nun phsychisch am Ende. Kurz vor dem Fährgarten Johannstadt dachte ich kurz ans Aufgeben. Ich wollte gerade ins Gehen übergehen, als mir eine junge Frau auf die Schulter klopft und mich zum Weiterlaufen animierte. Sie sagte: “Komm weiterlaufen, nicht gehen, lieber langsam weiterlaufen”. Irgendwie kam sie aus dem Nichts und genau zum richtigen Zeitpunkt. Wir unterhielten uns etwas und liefen gemeinsam bis ins Ziel, wo ich bei 2:05:32 meinen ersten Halbmarathon beendete. Leider weiß ich nicht sehr viel über meine Begleiterin, nur das sie Mandy heißt. Trotzdem möcht ich mich an dieser Stelle nochmal bei ihr bedanken, du warst eine große Hilfe!!!

Tja und im Ziel war ich ehrlich gesagt richtig enttäuscht. Ich hatte eigentlich ein sehr gutes Gefühl und wollte unbedingt die 2 h knacken. Jetzt mit etwas Abstand, bin ich schon zufrieden mit dem Finish und dem Erreichen des Ziels.

Mär 27

Eigentlich ist Startunterlagen abholen nichts besonderes, aber irgendwie fand ich das heut witzig. Ich hatte, wie gewohnt, beim T-Shirt eine XL bestellt und die Dame an der Ausgabe meinte nur so “für sie ne XL?”. Ich sagte natürlich “Ja klar” und stellte später fest das sie wohl Recht hatte. Das Shirt ist mir echt zu groß und bestätigt meine positive Gewichtsentwicklung. Da fängt der erste Wettkampfe dieses Jahr ja schon vorm Start prima an, so kanns weiter gehen Icon Biggrin in

Läuferisch steht heut nix an, da Vic einen Ruhetag vorgibt. Morgen noch ein kurzes “Beine vertreten” und dann gehts am Sonntag auf zur neuen Bestzeit Icon Smile in